Traumgarten

Die Erkundung der metaphysischen Verbindung von Menschen und der Frage, wie weit wir für unsere Ambitionen bereit sind zu gehen. 

Nachdem der junge Künstler Bo auf der Suche nach Inspiration in einem Antiquitätenladen ein altes Buch klaut, bemerkt er darin das geheime Traumtagebuch einer Fremden. Sie behauptet, immer wieder dieselben Träume zu haben, aber auch Déjà Vus und übersinnliche Momente, welche die Grenzen ihrer Realität und Traumwelt verschwimmen lassen. Bo verliert sich immer mehr in den Aufzeichnungen der Fremden und beginnt, ebenfalls, von einem fabelhaften Garten zu träumen, der im Buch beschrieben wird. Bo’s Wahrnehmung der Umwelt beginnt sich zu verändern und auch ihm begegnen immer häufiger kuriose Situationen im alltäglichen Leben. Getrieben von Faszination und einem Verlangen, das Leben auf einer tieferen Ebene zu erfahren und zu verstehen, begibt sich  Bo auf eine Reise der Selbsterkundung und beginnt, die Welt aus neuen Perspektiven zu sehen. Dabei verliert er sich immer mehr in der Symbolik von surrealen- Blumen, die ihn in seinen Träumen, aber auch immer wieder in seinem alltäglichen Leben begegnen. 

Als Bo sich bei einer Kunstausstellung mit seinen Werken
beweisen muss, muss er sich nicht nur den Kritiker*innen stellen, sondern auch seinen Beziehungen, die er auf seiner wahnhaften Suche nach künstlerischer Erfüllung vernachlässigt hat. Doch bevor sich Bo damit auseinander setzen kann, trifft er auf die Verkäuferin aus dem Antiquitätenladen. Sie ist die Verfasserin des Traumtagebuchs. Gemeinsam gehen sie zurück zum Laden und die Verkäuferin stellt Bo vor die ultimative Entscheidung: Gibt er sich dem Traumgarten und damit seiner künstlerischen Vision komplett hin, oder bleibt er in der Realität und hält die Beziehung zu den Leuten, die ihm wichtig sind, aufrecht? 

Der Film befasst sich mit dem Künstlerdasein an sich, aber auch mit einer zentralen Sinnkriese unserer Generation. Unsere Möglichkeiten sind unbegrenzt: Alles ist nur einen Klick entfernt. Aber genau diese Verfügbarkeit von Informationen, Ablenkungen und Vorbildern hindert uns oft daran, Schönheit und Inspiration in der echten Welt zu suchen. 

Regie: Jan Philipp Schönke