Von den pulsierenden Metropolen Berlins bis zu den einsamen Weiten Irans kämpfen drei entschlossene Frauen, um das Vergessen nicht zuzulassen. Während sie nach ihren verlorenen Angehörigen und verschwundenen Mitbürgern suchen, geben sie den Stimmen der Unterdrückten eine Plattform und fordern Gerechtigkeit für diejenigen, die durch Unterdrückung zum Schweigen gebracht wurden.
In Berlin schließen sie sich zusammen, um das Justice Team zugründen, eine Gruppe, die sich der Bewahrung der Erinnerungen an hingerichtete Gefangene und Verschwundene widmet.
Mit akribischer Sorgfalt untersuchen sie Dokumente, Fotografien und persönliche Erinnerungsstücke, um vergessene Wahrheiten wieder ans Licht zu bringen. Jede Telefonanruf oder Textnachricht führt sie von den pulsierenden Straßen Berlins in die stille Weite der iranischen Wüsten, wo die Erinnerungen an die Hingerichteten lebendig bleiben und die Stimmen der zum Schweigen Gebrachten in der Stille flüstern.
„The Stateless” überschreitet geografische Grenzen und verbindet die Stimmen der Verlorenen mit der globalen Bewegung für Gerechtigkeit, inspiriert Hoffnung und treibt zum Handeln an.
Historischer Kontext: Von den Hinrichtungen der 1980er Jahre zur Bewegung „Frau, Leben, Freiheit“
In den letzten Jahrzehnten war Iran Schauplatz brutaler staatlicher Repressionen.
Die Massenhinrichtungen der 1980er Jahre, bei denen schätzungsweise zehntausende politische Gefangene ohne Gerichtsverfahren ermordet wurden, hinterließen tiefe Wunden im kollektiven Gedächtnis des Landes.
Viele Opfer fanden ihre letzte Ruhestätte in verborgenen Massengräbern wie Khavaran, einem Friedhof im Südosten Teherans, der an mehrere Begräbnisstätten religiöser Minderheiten grenzt. (Im Sommer 1988 wurden dort tausende politische und religiöse Gefangene heimlich beigesetzt, darunter 173 Männer und 38 Frauen einer linksgerichteten Gruppierung, die im August desselben Jahres erschossen wurden.)
Khavaran ist seither ein Symbol für staatlichen Terror und das Verschweigen von Verbrechen. Die Familien der Opfer durchleben eine unerträgliche Ungewissheit und kämpfen seit Jahrzehnten darum, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Ihre Suche nach den Begräbnisstätten ihrer Angehörigen ist ein kraftvolles Zeichen des Widerstands gegen das Vergessen. Diese Weigerung, die Verbrechen zu verdrängen, steht auch für den Kampf um die Würde der Opfer und die Verantwortung der Täter.
Regie: Vahid Zarezadeh und Gelareh Kakavand


