Gesprächsrunde mit Horst Herz, Rainer Komers, Filippa Bauer | Moderation: Katharina Schröder
Die Teilnahme ist kostenlos. Kinoticket muss aber vorab an der Kinokasse besorgt werden.
Seit ihrer Gründung 1981 ist die Filmwerkstatt Münster eng mit dem Autor:innendokumentarfilm verbunden. 2026 feiert sie ihr 45-jähriges Bestehen. Der Autor: innendokumentarfilm steht für eine persönliche Handschrift und eine klare künstlerische Haltung und prägt bis heute das Selbstverständnis der Werkstatt.
Mit der Masterschool Dokumentarfilm (1999), entwickelt von Horst Herz und Klaus Wildenhahn unter maßgeblicher Mitwirkung von Winfried Bettmer, wurde dieser Schwerpunkt nachhaltig verankert. Filmschaffende wie Rainer Komers prägten diesen Ansatz und waren zugleich eng mit der Duisburger Filmwoche verbunden. Die Gesprächsrunde blickt auf diese Verbindungen und auf die Bedeutung des Autor:innendokumentarfilms für die Filmkultur in Nordrhein-Westfalen.

Filippa Bauer (*1985 in Freiburg) lebt und arbeitet als freie Filmemacherin und Hörfilmautorin in Köln. Ihr Abschlussfilm „Freiräume“ an der Kunsthochschule für Medien in Köln wurde 2015 im Rahmen der Berlinale uraufgeführt und mit dem Förderpreis des Landes NRW für junge Künstler*innen ausgezeichnet. Für die Entwicklung des Dokumentarfilms „Die Statik der Träume“ erhielt sie 2019 das Arbeitsstipendium für künstlerischen Dokumentar- und Spielfilm des Landes NRW. Der Film feierte 2024 seine Premiere auf den Internationalen Hofer Filmtagen, wurde in Zusammenarbeit mit dem Verleih „Dokomotive Plattform“ deutschlandweit an thematisch passenden Orten gezeigt und ist aktuell in der arte-Mediathek zu sehen.

Rainer Komers
Geboren 1944 in Guben. Filmstudium an der Kunstakademie Düsseldorf, Meisterschüler. Filmprojekte in Alaska, Indien, Japan, Jemen, Kalifornien, Lettland und Montana. Letzter Preis: ARTE Dokumentarfilmpreis für „Barstow, California“ (2018); letzte Werkschau: Zeughauskino Berlin (2025); letzte Publikation: „Außen Fuji Tag“, Alexander Verlag Berlin (2022). Regie, Kamera, Word Art, Gedicht. Lebt in Berlin und Mülheim an der Ruhr.
Letzte Filme (Auswahl)
2025 Ja, wir sind Sinti
2022 Miyama, Kyoto Prefecture
2018 Barstow, California
2017 Kursmeldungen
2014 Daugava Delta
2014 Ruhr Record
2009 Milltown, Montana
2007 Ma’rib
2006 Kobe
2004 Nome Road System
2004 NH 2

Horst Herz:
70er:Fotografenlehre, S8-Experimentalfilme, 35mm Werbefilme, Kinomacher
Ab 80: Filmstudium bei Adolf Winkelmann und Claudia v Alemann, Gründung Horst-Herz-Filmproduktion, Vorstandsarbeit AG-DOK/Filmbüro, Kurator Ausstellungen/Filmreihen.
Mitglied und Atelier im Künstlerhaus Do, 50 Jahre Verdimitglied / Gremienmitglied Festivals/Filmförderung /Dokfilmworkshopsorga+leitung u.a. Masterschool-Dokumentarfilm seit 1998 /
Netzwerkgründung: NAD/Dokunet / CoProd u.a. mit ZDF-Kleines Fernsehspiel/SWR/WDR/NDR/RTL/Appalshop USA/ TVLodz/PL
Kinodokfilme u.a.: „No Future“, „Streifzug“, „Reise nach Südwest“, „Die Zukunft hat keinen Namen“, „Auschwitz-Oswiecim“, „Phoenix-fliegt“, „Das Meer – die Sehnsucht“,
„Meine Mutter- Heimatlos“,“Nur Mut – von Psychokrisen + Seelentänzen“ / Förderungen: Filmstiftung, Filmbüro, NordMedia, FiFö SH/MeckPomm/Saarland, Goethe Institut /
Festivals u.a.: DokLeipzig, Max Ophüls, Rotterdam, Berlinale, Int. Oberhausen, Hof, DokFiWo Duisburg/ TV Filme/ Kurzfilme / Imagefilme/ Videokunst / Ausstellungen

MODERATION: KATHARINA SCHRÖDER ist Kulturarbeiterin. Sie studierte Sozial-, Medien- und Filmwissenschaft in Bochum, Göteborg, Paris und Amsterdam. Nach ihrem Masterabschluss arbeitete sie für verschiedene Filmfestivals, u.a. für die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen, zuletzt verantwortlich für den Internationalen Wettbewerb und als Mitglied der Auswahlkommission. Von 2020 bis 2025 leitete sie als Teil eines Teams das blicke filmfestival des ruhrgebiets. 2023 gehörte sie zur Jury der Westfalen Connection beim Filmfestival Münster, seit 2026 ist sie Mitglied der Auswahlkommission der Duisburger Filmwoche. Derzeit ist sie Referentin im Planungsstab Stuttgart Moving Image Center (SMIC) und dort für das Programm des zukünftigen Hauses zuständig. Außerdem ist sie als Moderatorin und Kuratorin tätig.
Die Veranstaltung ist gefördert durch das Kulturamt Münster.
